Nach einem Jahr der Eigenbewirtschaftung sind wir wieder mit einem Clubwirt in die Sommersaison gestartet. Der neue Pächter der Gaststätte in der Buschgasse heißt Maximilian Winkler. Im Interview mit der Redaktion stellt er sich, sein Konzept und seine Pläne für den Gastrobetrieb vor.

Redaktion: Stellen Sie sich bitte unseren Mitgliedern kurz vor?

Mein Name ist Maximilian Winkler, ich bin in Worms geboren, werde im Sommer 35 Jahre alt und lebe in Pfiffligheim, unweit des Tennisclubs. Nach meinem BWL-Studium habe ich eine Ausbildung zum Winzer gemacht und in diesem Beruf auch in den letzten Jahren gearbeitet. In meiner Freizeit gehört mein Herz schon immer dem Sport: ich bin leidenschaftlicher Skiläufer und Surfer. Um dieses Hobby auszuüben habe ich mir schon einige Male durch angesparte Überstunden mehrmonatige Auslandsaufenthalte ermöglicht. Dabei war ich zum Beispiel schon in Indonesien zum Surfen.

Redaktion: Wie haben Sie Zugang zum TC Rot-Weiß Worms und zum Tennissport gefunden?

Ich bin schon mehr als 15 Jahre mit Julian Djabarian befreundet und als ich auf der Suche nach einem Hobby war, das ich auch gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin ausüben kann, hat mich Julian auf die Tennis-Schnupperkurse aufmerksam gemacht. Daran haben meine Partnerin Klara und ich im vergangenen Sommer teilgenommen und das Tennisfieber hatte uns sofort gepackt. Ich bin regelrecht in diesen Sport verliebt und habe im letzten Sommer jede freie Minute auf dem Platz verbracht.

Redaktion: Das heißt Sie sind inzwischen auch Tennisspieler und Vereinsmitglied?

Ja, das bin ich und war auch sofort von der Idee begeistert in einer Mannschaft mitzuspielen – bei der neu gegründeten Herren 30 II.

Redaktion: Wie hat sich die Idee entwickelt und was hat Sie motiviert, unsere Vereinsgaststätte zu übernehmen?

Ich fand es im letzten Sommer schade, dass es nach dem Spielen nur selten eine Gelegenheit gab sich mit den Freunden noch zum Essen oder Trinken auf die wunderschöne Terrasse zu setzen, um dort noch gemeinsam Zeit zu verbringen. Dann wurde mit Julian und Lukas gewitzelt, ob ich nicht Lust hätte die Gaststätte als Pächter zu übernehmen. Und als dann tatsächlich ein Pächter gesucht wurde, ist es ernst geworden. Die Gastronomie war mir – als Winzer naturgemäß – schon immer nahe. Die Unterstützung von Vereinsseite war gegeben, ebenso wie von familiärer Seite. So habe ich mich entschieden, ins kalte Wasser zu springen und es einfach zu probieren.

Redaktion: Und die Partnerin steht ebenfalls hinter Ihnen?

Ja, ohne die Unterstützung auf familiärer Seite geht es nicht. Meine Partnerin ist Berufsschullehrerin und damit natürlich auch sehr eingebunden aber sie hilft mir tatkräftig so wie auch meine Cousine und deren Familie.

Redaktion: Was waren für Sie im Vorfeld der Gaststätteneröffnung die größten Herausforderungen?

Da war zunächst der große Umbau mit all‘ den gesetzlichen Anforderungen von Seiten der Behörden, die zu erfüllen waren. Dabei habe ich aber eine unglaubliche Unterstützung nicht nur von Julian, Lukas, Hussein und Heidi Saur sondern auch von ganz vielen Mitgliedern, z.B. von Frank Saur erfahren, um nur einen von vielen, vielen Helfern zu nennen. Sie alle haben mit mir hier bis spät in der Nacht und an Wochenenden gehandwerkelt. Das Ergebnis kann sich jetzt auch wirklich sehen lassen, was mir auch die Vertreter des Gewerbeaufsichtsamts mit großem Respekt bestätigt haben. Dann natürlich viele administrative Dinge, wie zum Beispiel die Ermöglichung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, die sich immer wieder verzögert hat.

Redaktion: Werden Sie das Lokal auch als öffentliche Gaststätte betreiben?

Ja, auf jeden Fall. Zum einen möchte ich es auch als Treffpunkt für die Nachbarschaft etablieren, denn in Hochheim gibt es ja sonst nicht viel, zum anderen ist es auch aus wirtschaftlichen Gründen notwendig für die Gäste außerhalb der Mitgliedschaft ein Angebot zu schaffen.

Redaktion: Haben Sie gemeinsam mit dem Vereinsvorstand auch besondere Events geplant?

Da ist tatsächlich schon einiges in der Pipeline. Wir denken eventuell an ein musikalisches Event mit einer Liveband oder vielleicht auch eine Weinverkostung. Das werden wir gemeinsam entwickeln.

Redaktion: Wie sind die regulären Öffnungszeiten geplant?

Mittwoch bis Freitag wollen wir ab 15:00 Uhr öffnen, Samstag, Sonntag und an Feiertage ab 12:00 Uhr. Montag und Dienstag haben wir Ruhetag. Für die Mannschaften wird selbstverständlich auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten gesorgt.

Redaktion: Wie sieht das Angebot an Speisen und Getränken aus?

Als Standardprogramm bieten wir Burger mit Pommes und Spaghetti Bolognese an, sowie Salate und ein paar Pinsa-Varianten. Auch vegetarische und vegane Varianten haben wir im Programm. Auch wird es immer mal wieder Wochen-Specials geben – Jahreszeitlich angepasst und eventuell auch mal ein Grillangebot.

Redaktion: Haben Sie spezielle Angebote für unsere Turniermannschaften?

Spezielle Angebote für die Turniermannschaften sind zunächst nicht geplant aber in gemeinsamer Abstimmung mit entsprechendem Vorlauf natürlich möglich.

Redaktion: Werden Sie im Winterhalbjahr auch die Gaststätte in unserer Tennishalle in Pfeddersheim betreiben?

Ja, es ist fest geplant von Oktober bis März in Pfeddersheim und von März bis September in der Buschgasse präsent zu sein.

Redaktion:  Die ersten Tage liegen nun bereits hinter Ihnen. Wie sieht Ihr Fazit für den Start aus?

Der Anfang ist supergut geglückt. Die Resonanz in den ersten paar Öffnungstagen war überwältigend und ich bin sehr froh, dass so viele Mitglieder und deren Freunde den Weg zu uns gefunden haben. Aber auch in der Nachbarschaft scheint es sich schon herumgesprochen zu haben, dass es bei Rot-Weiß wieder ein gastronomisches Angebot gibt. Denn auch viele Nicht-Mitglieder haben uns bereits besucht.

Redaktion: Vielen Dank für das Gespräch und wir wünschen Ihnen viel Erfolg in unserem Verein.