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28.08.2019

Bei Rot-Weiß passt für Franz Stauder alles

Den einen oder anderen Titel nimmt der ehemalige Tennisprofi gerne noch mit. So richtig auf geht er aber in seinem Trainerjob an der Buschgasse.

Der Filzball ist sein Freund: In Bad Neuenahr hat sich Franz Stauder den DM-Titel der Herren 40 gesichert. // Foto: Anka Flossdorf

Von Carsten Schröder​ | Auf der roten Asche an der Buschgasse fliegen schon früh am Morgen die ersten Tennisbälle. „Um acht Uhr wird die Anlage geöffnet, da geht das schon los“, erzählt Franz Stauder. Er freut sich. Schließlich ist der „weiße Sport“ schon seit seiner Kindheit genau sein Ding. Und bei Rot-Weiß Worms, wo der 42-Jährige seit knapp einem Jahr als Trainer aktiv ist, sieht er schon am Vormittag, dass er hier unter Gleichgesinnten ist.

Es liegt ein paar Jahre zurück, dass sich Franz Stauder auf den Weg machte, die Tennis-Welt zu erobern. Mit 17 Jahren ging‘s als Deutscher Jugendmeister los, bis er mit 22 sein Studium begann, war er vier Jahre als Profi unterwegs, spielte auf den großen Plätzen der Welt, sammelte Erfolge. Die größten? Franz Stauder gerät ins Grübeln. Und es wird deutlich, dass er seine Leidenschaft gar nicht an Titeln festmacht. „Ein paar Challenger-Turniere habe ich gewonnen“, erzählt er. Turniere also direkt „unterhalb“ der höchsten ATP-Tour. Auf dieser stand er freilich etwa in Paris, in Wimbledon im Hauptfeld, spielte mit Pat Cash, Tennis-Legende aus Australien, im Doppel. „Das waren wahrscheinlich die schönsten Erfolge“, sinniert er. Auch die Zeiten in der Bundesliga bei Blau-Weiß Halle sind ihm in lebhafter Erinnerung. Oder die beim TV Espelkamp. In der zweiten Liga war Stauder mit den Ostwestfalen ein Stammgast. Und weil er ohne Abstriche als treue Seele durchgeht, ist er es noch immer: „Sechs Wochen im Jahr fahre ich hoch.“

Mehr, das schiebt er nach, ist selten. „Turniere spiele ich eigentlich keine mehr.“ Wobei Ausnahmen diese Regel bestätigen. Gerade erst ist der 42-Jährige mit einem neuen Titel nach Worms zurückgekehrt. Bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren sicherte er sich in Bad Neuenahr den Sieg in der AK 40, womit er seine Serie der Titelgewinne bei Herren 30 und Herren 35 erfolgreich fortsetzte.

„Es war ein tolles Turnier mit unheimlich vielen Spielern, sagt er – und kommt bei seiner Rechnung auf viele hundert Teilnehmer: „Es waren 15 Wettbewerbe von den Altersklassen 40 bis 85.“ In seiner Konkurrenz war ein 32er-Feld beisammen, das Franz Stauder an den drei Turniertagen dominierte. Wobei er einschränkt: „Die Ergebnisse waren zum Teil deutlicher, als die Spiele es tatsächlich waren.“

Wer den Umgang mit Ball und Schläger erst mal perfektioniert hat, der verlernt ihn eben nicht mehr. An der Buschgasse weiß das längst jeder. Im Trainerjob bei Rot-Weiß geht Stauder auf, wobei er sich als Teamplayer versteht. Er nennt da – nur zwei Beispiele – Lukas Gaedt oder Birgit Heppel. Und gleich zuerst noch Julian Djabarian, durch den er überhaupt erst zurück nach Worms gekommen ist. Weil sein eigener Nachwuchs im familiären Umfeld in Worms groß werden soll, machte sich Stauder vor etwas mehr als einem Jahr auf die Suche nach einer „heimatnahen“ Aufgabe. Djabarian habe das mitbekommen. „Er hat mich angerufen, es ging alles relativ schnell.“

Was er bei Rot-Weiß vorgefunden hat, passt rundum. „Ein junger Vorstand, die Mitgliederzahlen stimmen.“ Und genug Nachwuchs sei auch vorhanden. Seine Überzeugung: „Hier kann man etwas aufbauen.“ Vieles hat er ja auch schon angestoßen. Vielmehr: „Wir alle zusammen.“ Da ist das Mannschaftstraining für die Jugend, die Ballschule für die Kleinen. Stauder denkt an einen Schnupperkurs für Erwachsene, vielleicht für Wiedereinsteiger. Und in der Mache ist auch ein Förderkonzept, um besonders ehrgeizige und talentierte Schützlinge noch einen Tick mehr zu unterstützen.

Das Ziel ist klar: Bei Herren und Damen soll mittelfristig eine schlagkräftige Mannschaft entstehen, der Nachwuchs regelmäßig integriert werden. Gerne würde er auch ein paar mehr Rot-Weiße etwa bei Rheinhessenmeisterschaften sehen. „Eine große Aufgabe“, weiß er – und sagt: „Wir alle freuen uns darauf.“ Schon ab acht Uhr am Morgen.

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